
Die Gemeinde Dotternhausen macht einen entscheidenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft. Mit der Erstellung eines detaillierten Transformationsplans stellt die Gemeinde die Weichen, um ihr bestehendes Nahwärmenetz vollständig zu dekarbonisieren und die lokale Energieunabhängigkeit zu stärken.
Das Nahwärmenetz: Status Quo und grüne Vision
Das im Jahr 2013 errichtete Wärmenetz „Dotternhausen Zentrum“ verfügt aktuell über eine Leitungslänge von rund 5,7 Kilometern und versorgt 94 Gebäude mit insgesamt 126 Wohneinheiten.
Der Ist-Zustand: Die Wärmeerzeugung basiert heute bereits zu 90 % auf industrieller Abwärme aus dem Holzhackschnitzel-Heizwerk der ECB. Die verbleibenden 10 % der Last werden derzeit noch durch einen fossilen Heizölkessel abgedeckt, der insbesondere in Spitzenzeiten zum Einsatz kommt.
Der Ziel-Zustand: Das erklärte Ziel ist die vollständige Treibhausgasneutralität der Wärmeversorgung. Bis zum Jahr 2035 soll der Anteil erneuerbarer Energien und Abwärme auf 95 % steigen, um bis spätestens 2040 die 100 %-Marke zu erreichen. Hierfür sieht der Plan die verstärkte Einbindung industrieller Abwärme sowie die Integration neuer Technologien wie Solarthermie oder Geothermie vor.
28.04.2026 Förderzusage Modul 1
Die Bemühungen wurden nun belohnt: Mit Zuwendungsbescheid vom 28. April 2026 hat das BAFA die Förderung im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“ (BEW Modul 1) offiziell bewilligt. Die Gemeinde erhält einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von maximal 86.680,50 €. Dies entspricht einem verbindlichen Förderhöchstsatz von 50 % der förderfähigen Gesamtausgaben, die auf 173.361,00 € festgesetzt wurden.
12.11.2025 Antragsstellung
Um diese ambitionierte technische Roadmap zu realisieren, hat die Gemeinde auf staatliche Unterstützung gesetzt. Nach intensiver Vorbereitung wurde der offizielle Förderantrag am 12. November 2025 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingereicht.
Wie geht es weiter?
Der bewilligte Transformationsplan fungiert als technisch-wirtschaftlicher Fahrplan und ist die zwingende Voraussetzung für weitere Investitionsförderungen, um die tatsächliche bauliche Umstellung des Netzes zu finanzieren. Die Fertigstellung des Plans ist bis Ende 2026 vorgesehen. Durch die Nutzung lokaler Energiequellen sichert Dotternhausen nicht nur das Erreichen der Klimaziele, sondern schafft auch eine langfristige Preisstabilität und Versorgungssicherheit für seine Bürgerinnen und Bürger.
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