25.06.2017   » Herzlich Willkommen » Gemeinde » Geschichte

Die Geschichte der Gemeinde
Dotternhausen wurde als Doderenhusen 1064 erstmals urkundlich erwähnt, als das Kloster Ottmarsheim die Herrschaft übernahm. Spuren weisen jedoch darauf hin, dass bereits 800 n Chr. sich hier ein alemannisches Haufendorf befand. Auch ein Keltengrab aus der Zeit 600 v Chr. wurde im Rahmen von Baumaßnahmen aufgefunden.

Das Kloster Ottmarsheim war jedoch nur einer der vielen Herrscher über die Gemeinde Dotternhausen, zeitweise war der Ort sogar geteilt und wurde von verschiedenen Herren regiert. Unter ihnen die Herren von Bubenhofen (vor 1450) und der Vogt von Balingen, Hans von Stotzingen, (ab 1527).

1789 während der französischen Revolution geht das Rittergut um 150.000 Gulden an die Brüder von Bissingen-Nippenburg und Dotternhausen erhielt umfassende Marktrechte. Noch heute ist dreimal im Jahr Markttag in der Gemeinde.

Nach vielen Herrschaftswechseln erwarb 1814 der Buchverleger Johann Friedrich von Cotta das Gut Dotternhausen. Er war Abgeordneter in der württembergischen Ständeversammlung und sorgte für das erste Schulhaus im Ort. Als erster Adliger in Württemberg entließ er 1817 seine Leibeigenen in die persönliche Freiheit.

Anfang des 20. Jahrhunderts vollzog sich in Dotternhausen langsam der Wechsel von der bäuerlichen Gemeinde zur Industriegemeinde. Die Eröffnung einer Trikotfabrik, der Bau des Bahnhofes und der Drahtseilbahn auf den Plettenberg für das Balinger Zementwerk begründeten den Wandel. Industrie, Handwerk und Landwirtschaft prägten im vergangenen Jahrhundert das wirtschaftliche Leben der Gemeinde.


Das Gemeindewappen

wappen.gifDas Gemeindewappen zeigt einen sich aufrichtenden goldenen Hirsch auf blauem Schild. Die kräftige Gestalt des Tieres weist auf Schnelligkeit und Wehrhaftigkeit hin. Die Geweihstangen künden von der Zugehörigkeit zum Haus Württemberg. Ein ähnlich aufgeführter Hirsch ist auch im Wappen des Klosters St. Blasien zu finden, das im Mittelalter hier Besitz hatte. Auch die Schildfarbe "Blau" ist symbolisch zu verstehen: Sie drückt Ruhm, Ehre, Aufrichtigkeit, Treue und Beständigkeit aus.


Warum sind Dotternhausener „Mondstupfer“?

Der Überlieferung nach sollen einige trinkfreudige Wirtshausbrüder in einer Vollmondnacht schon recht tief ins Glas geschaut haben, bevor sie sich auf den Heimweg machten. Dabei sei der Mond direkt über dem Plettenberg gestanden, so, als ruhe er sich auf dem Bergrücken aus. Das war die Gelegenheit wie noch nie und sie beschlossen, das goldene Rund mit Stangen vom Plettenberg herabzustoßen. Auf dem Berg angekommen, mussten sie feststellen, dass der Mond wohl doch etwas höher am Himmel hing, als angenommen.
Doch sie gaben nicht auf und als man die helle Scheibe des Mondes in einem Wasserfass sah, war die Freude groß, denn nun konnten sie den Mond doch noch fangen. Schnell machten sie den Deckel zu und rollten den gefangenen Mond im Fasse zu Tal. Unten angekommen, war die Enttäuschung allerdings groß: Das Fass war leer, der Mond war verschwunden. Einer aber fand des Rätsels Lösung: 5.jpgSie hatten vergessen, den Spunden ins Spundloch zu schlagen und ausgerechnet da musste ihnen der Mond entwischt sein.
 
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